Stop-Schild vor dem Wassergraben am Kamelgehege im Zoo Frankfurt
Stop-Schild vor dem Wassergraben am Kamelgehege im Zoo Frankfurt, wo am Freitag ein Junge ertrank. Bild © picture-alliance/dpa

Nach dem Tod eines Zweijährigen im Frankfurter Zoo soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären. Die bange Frage von Eltern, ob die Unglücksstelle an einem Wassergraben sicher sei, beantwortet die Zooleitung mit einem klaren Ja.

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Wassergraben im Frankfurter Zoo

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Familie des toten Jungen besuchte mit drei Kindern den Zoo

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Mithilfe von Zeugenaussagen versuchten die Ermittler auch am Montag, den Hergang des tödlichen Unfalls am Freitag im Frankfurter Zoo zu klären. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der zweijährige Junge durch Fremdverschulden ums Leben kam, sagte ein Polizeisprecher.

Das Amtsgericht ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Obduktion der Leiche an. Die Rechtsmediziner untersuchten eventuell noch am Montag oder am Dienstag den Leichnam des Zweijährigen, um die genaue Todesursache zu klären.

Zoodirektor: regelmäßige Sicherheitskontrollen

Der kleine Junge hatte am Freitag zwischen 16 und 17 Uhr mit seiner Familie den Zoo besucht, war dabei in einen Wassergraben am Kamelgehege gestürzt und dabei offensichtlich ertrunken. Er starb in einem Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Bei dem Besuch waren nach Informationen von hr-iNFO auch seine beiden Geschwister dabei. Wo genau sich die Eltern zum Zeitpunkt des Unglücks befanden, ist unklar.

Der 1,20 Meter tiefe Wassergraben am Kamelgehege ist vom Gehweg nur durch einen schmalen Grünstreifen und ein einfaches Drahtseil in etwa 15 Zentimetern Höhe abgegrenzt. Die Zooleitung begründet diese einfache Absicherung damit, dass Besucher den Tieren möglichst nahe kommen können. Viele Eltern, die regelmäßig mit ihren Kindern den Zoo besuchen, kennen die Stelle und schätzen sie nicht als restlos gesichert ein.

Nachdem Zoodirektor Miguel Casares bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Samstag seine Einrichtung als sicher bezeichnet und gemahnt hatte, dass Eltern auf ihre Kinder aufpassen müssten, wiederholte er dies am Montag. Er berichtete, die Sicherheit der Besucher habe für das Zoo-Team immer oberste Priorität. Die Mitarbeiter und die Zooleitung kontrollierten die Anlagen regelmäßig bei Rundgängen.

Umbau für Fläche um Kamelgehege geplant

Grundsätzlich prüfe die Stadtverwaltung öffentliche zugängliche Wege und Anlagen auf ihre Sicherheit, teilte Casares mit: "Bei offenen Gewässern in öffentlichen Anlagen wie zum Beispiel Weihern in Parks oder am Mainufer gibt es in der Regel nur natürliche Barrieren wie etwa Rasenstreifen. Im Zoo sind zusätzliche Barrieren wie zum Beispiel Bepflanzungen oder ein Drahtseil vorhanden." Ob die Lage am Wassergraben nach dem tragischen Todesfall verändert werde, hänge vom Fortgang der Ermittlungen ab.

Ohnehin plane der Zoo, die Zone um das Kamel- und das Nashorngehege umzubauen, sagte Casares: "Es gilt aber deutlich zu betonen: Die geplanten Umbauten zielen auf eine moderne Art der Tierpräsentation und haben nichts mit der Sicherheit der Besucher zu tun."

Anm. d. Red.: In einer früheren Version hieß es, die Obduktion sei auf Antrag der Stadt Frankfurt angeordnet worden. Richtig ist, dass sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft angeordnet wurde. Wir entschuldigen uns für den Fehler.


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