Polizei und Notfallseelsorge am Tatort.
Polizei und Notfallseelsorge waren nach der Messerattacke in Bischofsheim im Einsatz. Bild © Wiesbaden112.de

Das Kind der Hochschwangeren, die am Montag in Bischofsheim niedergestochen wurde, ist gesund zur Welt gekommen. Angegriffen wurde sie offenbar von einem Nachbarn.

Der Zustand der 38-Jährigen, die am Montagmittag in Bischofsheim (Groß-Gerau) auf offener Straße niedergestochen wurde, ist weiterhin kritisch, aber stabil. Doch es gibt eine gute Nachricht: Das Kind, mit dem sie zum Zeitpunkt der Attacke schwanger war, wurde inzwischen entbunden. Es ist gesund, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Dienstag dem hr mit.

Wie berichtet hatte ein 23-Jähriger die Hochschwangere gegen 12 Uhr angegriffen und mit einem Messer schwer verletzt. Er floh nach der Tat, die Polizei konnte ihn aber kurz darauf festnehmen. Er hatte ein Messer bei sich und hat die Tat bei der Vernehmung gestanden.

Nicht verwandt, nur Nachbarn

Anders als zunächst berichtet handelt es sich bei dem Mann aber nicht um den Onkel des Opfers, sondern um einen Nachbarn. Beide sind Asylbewerber und lebten in derselben Flüchtlingsunterkunft.

Das Motiv ist laut Staatsanwaltschaft immer noch unklar. Der Mann wird nun wegen versuchten Totschlags einem Haftrichter vorgeführt. Er hatte die Frau mit Stichen in Kopf, Brust und Rücken lebensgefährlich verletzt.

Sendung: hr-iNFO, 15.05.2018, 12 Uhr