Gekentertes Hausboot auf dem Main
Gekentertes Hausboot auf dem Main Bild © picture-alliance/dpa

Die Pegelstände in Hessen sinken weiter. Der Besitzer des auf dem Main bei Offenbach gekenterten Hausboots konnte erste Habseligkeiten retten. Der Fluss soll am Freitag wieder für Schiffe freigegeben werden.

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Schon am vergangenen Freitag war das. Tagelang kämpfte der Kapitän darum, nach seinen Habseligkeiten tauchen zu dürfen.

Am Donnerstag konnte er zusammen mit einigen Helfern wenigstens das Notwendigste bergen, zum Beispiel seine Ausweispapiere. Das Boot soll erst kommende Woche geborgen werden.

Schleuse ab Freitag wieder befahrbar

Nach der Hochwasser-Sperrung können bald wieder Schiffe auf dem Main fahren. Dafür müsse im Wiesbadener Stadteil Kostheim noch eine Schleuse gereinigt und überprüft werden, teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Aschaffenburg mit. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Freitagmorgen abgeschlossen werden.

Das Rhein-Hochwasser hatte die Schleuse überflutet, die erste bei Einfahrt in den Main. Nach Angaben der Behörde warteten am Donnerstagabend etwa 50 Schiffe auf dem Rhein, um in Richtung Frankfurt weiterfahren zu können. In umgekehrter Richtung seien es mindestens 18, erklärte die Behörde.

Dramatische Lage am Seepark Niederweimar

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Um ihre Existenz bangt die Betreiberfamilie des Wassersportzentrums am Seepark Niederweimar (Marburg-Biedenkopf). Wie die berichtet hatte, stehen dort die Gebäude komplett unter Wasser. Um die Räume trocken zu legen, müssten 200 Millionen Liter Wasser aus dem See in die Lahn zurückgepumpt werden.

Die Technikräume sind bereits unterspült, Heizung und Wasserski-Anlage kaputt. Die Familie, die auch im Seepark-Haus wohnt, rechnet mit einem Schaden im sechsstelligen Bereich.