Auf der A67 ist ein Auto nach einem Unfall komplett abgebrannt.
Die Feuerwehr löscht ein abgebranntes Auto auf der A67. Bild © Jürgen Strieder

Ein Auto mit einer dreiköpfigen Familie ist auf der A67 bei Viernheim gegen eine Betonmauer geschleudert und in Flammen aufgegangen. Vorbeifahrende Gaffer filmten die Unfallstelle.

Die Familie aus dem nordrhein-westfälischen Warendorf war am Samstagmorgen auf der A67 auf dem Weg in den Sommerurlaub, als der Fahrer des Wagens nach Angaben der Polizei gegen 7.20 Uhr kurz vor dem Viernheimer Dreieck die Spur wechseln wollte und dabei offenbar ein anderes Auto übersah.

Beim Versuch auszuweichen geriet der Wagen der Familie jedoch ins Schleudern und prallte mehrfach in die Betonmauer am Mittelstreifen. Das Auto kam schließlich auf der linken von drei Fahrspuren zum Stehen und fing Feuer.

Die drei Insassen hatten noch Glück im Unglück: Der 46 Jahre alte Fahrer, seine 42-jährige Beifahrerin und deren 12 Jahre alter Sohn wurden zwar leicht verletzt, sie konnten sich allerdings noch rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten. Alle drei wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Bußgeldverfahren für Gaffer

Herbeigeeilte Ersthelfer versuchten, den Brand zu löschen. Doch der Wagen ging komplett in Flammen auf und musste durch die Feherwehr gelöscht werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 15.000 Euro.

Für die Dauer der Löscharbeiten musste die A67 in Richtung Süden kurzzeitig gesperrt werden. Während der Reinigungsarbeiten war zunächst nur der rechte Fahrstreifen wieder befahrbar.

Wie die Polizei mitteilte, filmten und fotografierten mehrere vorbeifahrende Autofahrer und auch Insassen mit ihren Smartphones die Unfallstelle. Zwei Fahrern droht demnach nun in ein Bußgeldverfahren. "Mit zahlreichen weiteren Mitfahrern wurden klärende Gespräche geführt", so die Beamten.

Sendung: hr-iNFO, 11.08.2018, 14.00 Uhr