Uniklinik Gießen
Die Schülerin wurde in die Kinderklinik am Universitätsklinikum Gießen eingewiesen. Bild © picture-alliance/dpa

Eine acht Jahre alte Schülerin aus Rosbach in der Wetterau ist an den Folgen einer Meningitis-Erkrankung gestorben. Das Gesundheitsamt kümmert sich um jene, die mit dem Kind zu tun hatten.

Videobeitrag

Video

zum Video Tödlicher Meningitis-Fall in Rosbach

Ende des Videobeitrags

Die Achtjährige starb am Dienstag im Krankenhaus, wie ein Sprecher des Wetteraukreises am Mittwoch mitteilte. Demnach war das Mädchen an einer bakteriellen Meningitis, einer Hirnhautenzündung, erkrankt.

Am Donnerstag war die Schülerin von ihren Eltern aus ihrer Schule in Rosbach abgeholt worden. Als sich ihr Zustand weiter verschlechterte, wurde es in die Kinderklinik nach Gießen eingewiesen. Eine Behandlung kam für das Mädchen jedoch zu spät.

Risikogruppe wird untersucht

Amtsarzt Reinhold Merbs vom Gesundheitsamt im Wetteraukreis sagte readitnow.info, man habe zusammen mit der Schule eine Risikogruppe von 40 Personen ausgemacht, die mit dem Kind zu tun hatten. Diese Kinder und Erwachsene würden untersucht. Eine Ansteckung sei allerdings sehr unwahrscheinlich.

Es sei außerdem nicht nötig, dass Eltern nun mit ihren Kindern zum Arzt gehen - wenn sie nicht Teil der Risikogruppe seien und vom Gesundheitsamt aktiv angesprochen wurden. Nur wer ungewöhnliche Symptome bemerke, solle einen Arzt sehen. Psychologen des Wetterauer Schulamtes stehen zur Betreuung der Grundschüler zur Verfügung, wie der Kreis weiter mitteilte.

Meldepflichtige Krankheit

Meningitis wird durch Bakterien verursacht und ist meldepflichtig. Die Erreger könnten beispielsweise durch Husten oder Niesen übertragen werden. Zu den Symptomen zählten Fieber, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen und Erbrechen. Werde die Krankheit frühzeitig erkannt, könne sie mit Antibiotika behandelt werden.

Sendung: hr1, 14.03.2018, 14.00 Uhr