Condor 767 am Boden
Eine Condor Boeing 767 am Boden (Archiv) Bild © Imago

Beim Start einer Condor-Maschine Richtung Frankfurt ist ein Vogel in ein Triebwerk geflogen. Der Pilot konnte das Flugzeug noch auf dem Rollfeld in Kenia stoppen. 230 Fluggäste müssen auf ein Ersatzflugzeug warten.

Noch auf der Rollbahn im kenianischen Mombasa hat der Pilot eines Condor-Flugzeugs wegen eines Vogelschlags eine Vollbremsung hingelegt. Der Flieger war auf dem Weg nach Frankfurt und sollte auf der tansanischen Insel Sansibar noch einen Zwischenstopp einlegen.

Ein Vogel sei beim Anrollen in das linke Triebwerk der Boeing 767 geflogen, bestätigte ein Pressesprecher von Condor auf Nachfrage von readitnow.info. Der Kapitän habe nach Vorschrift gebremst und das Flugzeug komplett gestoppt. Die Fluggäste und die Crew seien wohlauf.

230 Fluggäste in Hotel untergebracht

230 Fluggäste strandeten nach dem Vorfall in Mombasa. Sie werden in einem Hotel untergebracht. Das Flugzeug werde von Technikern auf mögliche Schäden untersucht, teilte Condor mit. Eine Ersatzmaschine hebe am Dienstag von Frankfurt nach Mombasa ab und fliege am Mittwochmorgen mit den 230 Passagieren zurück. "Wir entschuldigen uns sehr bei unseren Fluggästen für die Unannehmlichkeiten", sagte der Condor-Sprecher.

Vögel, die in die Triebwerke von Flugzeugen geraten, können erhebliche Schäden anrichten. Die betroffene Turbine kann ausfallen. Die Kollisionen mit Vögeln passieren häufig bei Start und Landung sowie beim Fliegen in niedriger Höhe.

Sendung: hr-fernsehen, readitnow kompakt, 29.05.2018, 16.45 Uhr