Ein Museum für abstrakte Kunst entsteht in der Wiesbadener Innenstadt. Dafür haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend gestimmt, der Vertrag wurde kurz darauf unterzeichnet. Gebäude und Kunst schenkt ein Unternehmer der Stadt.

Entwurf für das Ernst-Museum in Wiesbaden
Der Entwurf für das neue Museum in Wiesbaden stammt vom japanischen Stararchitekten Fumihiko Maki. Bild © wiesbaden.de / Maki and Associates
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Wiesbaden bekommt ein Kunstmuseum geschenkt. Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend im Gegenzug einem Grundstücksdeal zu. Danach erhält die ein Areal in bester City-Lage, in der Wilhelmstraße 1, gegen eine symbolische Erbpacht von einem Euro pro Jahr, um dort auf eigene Kosten ein Kunstmuseum zu bauen und zu betreiben.

Das Museum hat der japanische Architekt Fumihiko Maki entworfen. Für den Bau mit mindestens 7.500 Quadratmetern Nutzfläche sind 40 Millionen Euro veranschlagt. Dem Entwurf des Erbbaurechtsvertrags hatte der Magistrat schon in einer Sitzung Anfang Dezember zugestimmt. Zwischen endgültiger Zustimmung und Vertragsunterzeichung lagen nur wenige Stunden. Bereits am Freitag wurde in einem kleinen Festakt der Erbbaurechtsvertrag zwischen Stadt und Stiftung unterzeichnet.

Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) bedankte sich bei Reinhard Ernst für das Angebot der Stiftung. In kurzer Zeit habe man sich nicht nur über den Vertrag, sondern auch über die Grundzüge der Architektur verständigt.

Traum vom Stadtmuseum geplatzt

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Karte Wilhelmstraße 1 Wiesbaden neu

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Entscheidung über neues Kunstmuseum

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Ursprünglich hatte Wiesbaden an gleicher Stelle ein Stadtmuseum bauen wollen. Das Projekt hatte sich aber aus Kostengründen zerschlagen. Der Unternehmer Reinhard Ernst hat eine umfangreiche Sammlung abstrakter Kunst aufgebaut, die nach Ansicht von Experten museumswürdig ist und einen geschätzten Wert von 60 Millionen Euro hat. Den Schwerpunkt bildet Nachkriegskunst aus Deutschland, Amerika und Japan.

Ernst nennt seine Sammlung in ihrer Zusammenstellung "einmalig". Warum er dafür ein eigenes Museum bauen möchte und sie nicht komplett einem bereits bestehenden Museum schenken möchte, erklärte er im Gespräch mit readitnow.info. Die großformatigen Gemälde und Skulpturen befinden sich derzeit in einem Depot.