Weltkulturen Museum Frankfurt und Aufruf zur Ausstellung
Das Weltkulturen Museum fordert zum Mitmachen auf. Bild © picture-alliance/dpa / Weltkulturen Museum

Wer eine Ausstellung besucht, lässt sich meist von dem unterhalten, was Kuratoren sich ausgedacht und zusammengestellt haben. Manchmal gehen Museen aber andere Wege und zählen auf Bürgerbeteiligung - wie jetzt in Frankfurt.

Im Weltkulturen Museum Frankfurt sitzt Kuratorin Alice Pawlik über der Planung für eine ganz besondere Ausstellung. Noch hat die Schau, die sich um das Thema Alter drehen wird, nur einen Arbeitsti "Grey is the new pink". Im Oktober soll die Ausstellung eröffnen und was schlussendlich gezeigt wird, wird auch für Pawlik in großen Teilen eine Überraschung sein.

Jeder sein eigener Experte

Das Museum wagt erstmals ein Experiment. Nicht nur Experten und Künstler sollen eine Chance haben, ihre Geschichten zu erzählen. "Wir lassen alle Bürger zu Wort kommen, denn beim Thema Alter ist jeder Experte, schließlich werden wir jeden Tag älter", erläutert Kuratorin Pawlik die Idee.

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"Call for Content"

Noch bis 31. März können Fotos, Videos oder Zeichnungen zum Thema "Was bedeutet Alter(n)?" an das Weltkulturen Museum Frankfurt geschickt werden. .

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"Wir wollen dein Bild vom Alter(n)", heißt es in dem Aufruf, mit dem das Museum um visuelle Statements bittet. Gesucht werden Fotos, Zeichnungen oder Kurzfilme, die dann zum Herzstück der Ausstellung im Herbst werden. Vor dem Start der Aktion gab es bei Ausstellungsmacherin Pawlik eine gewisse Unsicherheit. "Man weiß ja vorher nicht, was da an Einsendungen kommt oder ob überhaupt was kommt."

Kindermuseum auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Mittlerweile sind die ersten Zusendungen da und Alice Pawlik ist schon jetzt begeistert. "Ich hatte gedacht, dass viele Leute uns einfach nur Schnappschüsse schicken, aber die Vielfalt ist enorm und zeigt die vielen möglichen Aspekte des Themas." Von Tagebucheinträgen bis hin zu Generationenporträts reichen die Einsendungen. 25 sind es aktuell, aber bis zum Einsendeschluss am 31. März dürfte die Anzahl noch deutlich steigen.

Während das Weltkulturen Museum es auf Bilder und Videos abgesehen hat, sucht das Kindermuseum Frankfurt Erinnerungen. Die müssen nicht in materieller Form vorliegen, sondern es können auch Erlebnisse oder Gedanken sein, die man mit dem Kindermuseum verbindet. In einem Videoaufruf kündigt Museumschefin Susanne Gesser die "Wow"-Show an und bittet um Mithilfe.

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Das Kindermuseum hat Anfang Januar seine Räume in der Hauptwache verlassen und wird am 17. Februar im Saalhof mit neuem Namen wieder eröffnen. Es wird dann "Junges Museum" heißen. Neuer Standort, neuer Name, doch die erste Sonderausstellung ist ein Blick zurück. Es soll ein Streifzug durch die 45-jährige Geschichte des Museums werden.

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Erinnerungen an das Kindermuseum können per Mail an [email protected] geschickt werden.

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"Für diese Schau sammeln wir Kindheitserinnerungen an Ausstellungsbesuche im Kindermuseum", erklärt Gesser. Gefragt sind kurze Texte, gerne auch mit Bild. Einige der beliebtesten Ausstellungsaktivitäten sollen dann als Mitmach-Stationen zu neuem Leben erweckt werden.

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 14.1.2017, 9.10 Uhr