Collage aus Ecce Homo von Rubens, Szene aus 2001: A space Odyssey, Karikatur von Peter Thulke
Rubens, Filmklassiker, Karikaturen - das Ausstellungsjahr 2018 startet mit einer bunten Vielfalt. Bild © The State Hermitage Museum, Sankt Petersburg 2017 / MGM, picture-alliance / Peter Thulke, Caricatura

Rubens-Schau im Frankfurter Städel, faszinierende Geschichten rund um Kubricks Kultfilm 2001 oder Spaßiges in der Caricatura Kassel - in Hessens Museen starten Ausstellungen, die man nicht verpassen sollte. Von Hochkultur bis Farbenrausch.

Januar

Der eröffnet sein Ausstellungsjahr mit einer Schau (12. Januar bis 1. März) der Künstler Werner Pokorny (Skulpturen) und Werner Schmidt (Gemälde). Pokornys großformatige Stahlplastiken stehen in ganz Deutschland im öffentlichen Raum. Für die Schau in Marburg greifen die Macher zu den etwas handlicheren Holzskulpturen und setzen sie in Dialog mit den Schmidt-Werken.

Skulptur von Werner Pokorny
Skulptur von Werner Pokorny Bild © Werner Pokorny

Friedrich Georg Göthé - er ist einer der eher Unbekannten in der Familie Goethe. Dabei war er es, Goethes Großvater, von dem das Geld für das sorglose Leben der Familie am Großen Hirschgraben stammte. Die Ausstellung im (14. Januar bis 25. Februar) spürt der Lebensgeschichte des weitgereisten Schneidermeisters und Gastwirts Friedrich Georg Göthé nach, der in Frankfurt sein Glück suchte und fand.

Friedrich Georg Göthé
Friedrich Georg Göthé - eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte aus dem 17./18. Jahrhundert Bild © Goethe-Haus Frankfurt

Sie wollen sich einen Eindruck vom künstlerischen Nachwuchs machen? Dazu haben Sie vom 19. Januar bis 25. Februar im die Gelegenheit. In der Schau "High Ends" sind die Abschlusswerke des Kunstjahrgangs 2017 an der HfG Offenbach zu sehen. Zu erleben gibt es vielseitige Exponate von Malerei über Skulptur bis hin zu Video, Fotografie und Videospielen.

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Sertan Satan, Fliegerdenkmal, 2017, Fotografie

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ein Eindruck vom künstlerischen Nachwuchs

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Das in Kassel zeigt vom 25. Januar bis 13. Mai die Schau "Erinnerte Gegenwart". Zu sehen sind Dokumente und Installationen zum Konzentrationslager Theresienstadt. Die Künstlerin Marlies Poss will mit ihren Arbeiten vergessenes jüdisches Leben ins Bewusstsein heben und dem Tod eine Erinnerung geben.

Arbeit von Marlies Poss für die Ausstellung "Erinnerte Gegenwart"
Marlies Poss erinnert an vergessenes jüdisches Leben Bild © Marlies Poss

Mit seiner Ausstellung "Historismus & Jugendstil" (25. Januar bis 26. April) taucht das in die Blütezeit als Gold- und Silberschmiedestadt ein. Im späten 17. und 18. Jahrhundert standen Hanauer Firmen im regen Austausch mit Pariser Juwelieren, in der damals gegründeten Zeichenakademie entstanden einmalige Entwürfe. Die Schau zeigt erstmals Schmuckstücke und Gefäße aus der Lehrmittelsammlung der Schule.

Broschen und Schmuckstücke auf einer Bestellliste
Bild © Deutsches Goldschmiedehaus Hanau

Alle Jahre wieder stellt das die besten Bauten aus Deutschland in den Fokus. Vom 27. Januar bis 6. Mai zeigt die Schau "DAM Preis 2018" Höhepunkte des aktuellen Baugeschehens. Von Wohnhäusern bis zum Wertstoffhof reicht die Palette. Welches der Projekte den DAM Preis bekommt, wird erst bei der Ausstellungseröffnung bekanntgegeben.

Wertstoff- und Straßenreinigungsdepot, Augsburg
Wertstoff- und Straßenreinigungsdepot, Augsburg Bild © Connolly Weber

Unter dem Titel "Hide and Seek" präsentiert die die erste Einzelausstellung der in New York lebenden Künstlerin Anna Gaskell in Deutschland (27. Januar bis 8. April). Gaskell erzählt in ihren Fotografien und Videos Geschichten, für deren Auflösung oder Ende die Fantasie der Betrachter bemüht wird.

Anna Gaskell: Untitled #34 (hide), 1998 C-print, 40,5 x 51 cm
Premiere für Anna Gaskell in Deutschland Bild © Anna Gaskell and Light Manufacturing/Esto.

Die startet das Jahr mit einer Schau des Schweizer Künstlers Alex Hanimann (30. Januar bis 8. April). "Trapped - Fallen und Raster" heißt die Ausstellung, für die Hanimann Aufnahmen aus Fotofallen gesammelt hat. Neben den Fotofallen-Bildern wird eine Reihe großformatiger Raster-Arbeiten gezeigt, die auf Zeitungsbildern der 60er- und 70er-Jahre beruhen.

Alex Hanimann, o.T. (Deer), 2017
Alex Hanimann ist einiges vor die Fotofalle gelaufen. Bild © Alex Hanimann / VG Bild-Kunst

Februar

Das startet das Jahr 2018 mit einer Blockbuster-Schau. "Rubens. Kraft der Verwandlung" (8. Februar bis 21. Mai) zeigt gut 50 Werke des Barockmalers von Weltrang. Malerei, Zeichnung, Skulptur, die Besucher dürfen sich auf eine Gattungsgrenzen überschreitende Ausstellung freuen.

Peter Paul Rubens und Jan Brueghel d.Ä. "Pan und Syrinx", 1617
Peter Paul Rubens und Jan Brueghel d.Ä. "Pan und Syrinx", 1617 Bild © MHK, Gemäldegalerie Alte Meister / Ute Brunzel

"In ganzer Größe" heißt eine Ausstellung im in Kassel (9. Februar bis 5. August), die Porträts in Lebensgröße zeigt. Tizian, Rubens, Rembrandt, Tischbein - alle in einer Reihe. Die Schau bietet die einmalige Chance des direkten Vergleichs der Meisterwerke.

Johann Heinrich Tischbein d.Ä., Bildnis des Louis Gaucher, 1762
Johann Heinrich Tischbein d.Ä., Bildnis des Louis Gaucher, 1762 Bild © MHK Gemäldegalerie Alte Meister

Jean-Michel Basquiat zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts. Rund 30 Jahre nach seinem Tod widmet die dem Werk des US-Künstlers eine Überblicksausstellung. "Boom for Real" (16. Februar bis 27. Mai) zeigt neben Gemälden und Zeichnungen auch seltene Filme, Fotografien und Notizbücher.

Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982
Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982 Bild © VG Bild-Kunst Bonn 2017 Foto: Studio Tromp, Rotterdam

Das Kindermuseum Frankfurt zieht um und bekommt auch einen neuen Namen. heißt das Haus künftig und zieht von der Hauptwache ins Historische Museum im Saalhof. Die erste Ausstellung ist eine Schau, die einen Rückblick auf 45 Jahre Kindermuseum und einen Ausblick auf die Zukunft als Junges Museum Frankfurt kombiniert. Vom 17. Februar bis 14. September heißt es "Wow!" - eine Schau zum Mitmachen auch für Große, die ihre Erinnerungen an die frühen Kindermuseums-Tage einbringen können.

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"Das Ende ist nah! Und das ist erst der Anfang!" Die zeigt vom 24. Februar bis 6. Mai eine Einzelausstellung des Berliner Cartoonisten Peter Thulke. Wenige Striche genügen dem 66-Jährigen, um seinen mit Wortspielen und Deftigkeit gespickten Humor auf den Punkt zu bringen.

Cartoon von Peter Thulke "Bier formte diesen Körper"
Gerstensaft mit magischen Kräften Bild © Peter Thulke / Caricatura

Mit über 30.000 Varianten gehören Orchideen zu den artenreichsten Pflanzenfamilien. Das widmet der "Königin der Blumen" eine Sonderausstellung vom 25. Februar bis 29. Juli und gibt einen Überblick über die farbenfrohe und formenreiche Welt der Orchideen.

Orchideen-Ausstellung im Museum Wiesbaden: Blüten eines Burrageara-Hybrids
Blüten eines Burrageara-Hybrids Bild © Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Großformatige Fließ-, Schicht- und Gießbilder sind das Markenzeichen von Städel-Meisterschüler Hans Jürgen Diez. Das in Frankfurt zeigt unter dem Titel "Panta rhei" (27. Februar bis 17. Februar 2019) einige der Arbeiten, deren Herstellung gänzlich ohne Pinsel auskommt.

Werk von Hans Jürzen Diez
Bild © Hans Jürgen Diez

März

In der kommen bei der Frühjahrsausstellung besonders Kindergarten- und Grundschulkinder auf ihre Kosten. Bei "Hasenspuren - von Hasen und Osterhasen" (1. März bis 22. April) dreht sich alles um die langohrigen Hoppler. Was kann ein Hase sehen? Was unterscheidet ihn vom Kaninchen? Und was bitteschön hat er eigentlich mit Ostern zu tun?

Feldhase
Ohren aufgestellt - in der Kinderakademie kann man viel erfahren. Bild © Pixabay

150 Jahre Taunusclub, das wird im in Neu-Anspach mit einer Ausstellung gefeiert. Vom 4. März bis 2. Dezember zeichnet das Freilichtmuseum nicht nur die Geschichte von Deutschlands ältestem Wanderverein nach, sondern beleuchtet auch die Kulturgeschichte des Wanderns. An "Mitmachstationen" entlang führen drei Routen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad vom "Ziegenpfad" für Kinder bis zur "Gipfeltour" für geübte Wanderer.

Videobeitrag

Video

zum Video 150 Jahre Taunusclub

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Das Goethe-Haus Frankfurt widmet der Romantik in Hessen eine große Fotoausstellung (7. März bis 12. August). Spätestens seit dem Bau des Deutschen Romantik-Museums und dem Kauf des Brentano-Hauses in Oestrich-Winkel rückt die Romantik als zentrale Epoche unserer Kulturgeschichte in den Mittelpunkt. Naturfotograf Kilian Schönberger hat romantische Orte in Hessen neu in Szene gesetzt.

Brentano-Haus, Oestrich-Winkel
Das Brentano-Haus in Oestrich-Winkel. Bild © Kilian Schönberger

"Dynamische Räume - energiegeladene Leere" heißt eine Ausstellung im (9. März bis 26. April). Gezeigt werden großformatige Stahlplastiken von Reinhard Scherer. Seine Arbeiten - obwohl aus schwerem Cortenstahl gefertigt - transportieren durch ihre Form eine dynamische Leichtigkeit.

Eine der ersten Ausstellungen von Gerhard Richter fand im Sommer 1966 im statt - heute hängen Richter-Werke in vielen großen Museen der Welt, seine Arbeiten gehören auf dem Kunstmarkt zu den teuersten eines lebenden Künstlers. Die Schau "Gerhard Richter - Frühe Bilder" (16. März bis 17. Juni) erinnert an die Anfangsjahre mit seinen Tür-, Vorhang- und Fensterbildern.

Richter-Werk "Großer Vorhang"
Gerhard Richters Bild "Großer Vorhang" Bild © picture-alliance/dpa

Landgraf Carl von Hessen-Kassel war einer der bedeutendsten Fürsten des Barock. Kluge Finanzpolitik gepaart mit großem Kunstinteresse - als eines der Ergebnisse aus dieser Kombination ist der Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen Wasserspielen bis heute zu bewundern. Die Ausstellung "Groß gedacht! Groß gemacht?" (16. März bis 1. Juli) im fragt nach den Bau-, Forschungs- und Kulturprojekten, die Carl in seiner Residenzstadt umgesetzt hat.

Pierre Brebiette, Jupiter als Kind und die Ziege Amalthea
Pierre Brebiette, Jupiter als Kind und die Ziege Amalthea Bild © Wolfgang Fuhrmannek, HLM Darmstadt

Mit seiner Ausstellung "Freiraum der Kunst" (18. März bis 8. Juli) leistet das in Frankfurt seinen Beitrag zum Projekt "50 Jahre 68" der Goethe-Universität. Gezeigt werden Werke aus der Studiogalerie, die von 1964 bis 1968 im Studentenhaus auf dem Campus Bockenheim Ausstellungen, Happenings und Konzerte mit Künstlern der Avantgarde veranstaltete.

Hohlspiegelobjekt (1967), Adolf Luther
Hohlspiegelobjekt (1967), Adolf Luther Bild © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Frankfurt widmet der Neu-Anspach dem Frankfurter Impressionisten Jakob Nussbaum eine Ausstellung (18. März bis 2. Dezember). In Nussbaums Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen stehen Landschaften und Stadtansichten im Mittelpunkt. Neben Kunstwerken werden in der Schau auch Originaldokumente und Fotos aus dem Nussbaum-Nachlass gezeigt.

Jakob Nussbaum (1873-1936), Mainufer mit Blick auf Alte Brücke (1903), Öl auf Leinwand 70x100cm
Jakob Nussbaum, Mainufer mit Blick auf Alte Brücke (1903) Bild © Jüdisches Museum Frankfurt / Foto: H. Fischer

Die Demokratie scheint in der Krise - populistische Führer, Fake News und totalitäre Propaganda haben Hochkonjunktur. Die Gesellschaft politisiert sich wieder und auch Künstler erheben zunehmend Einspruch. Die Frankfurt zeigt in ihrer Ausstellung "Power to the People" (21. März bis 27. Mai) Formen des Protests und Möglichkeiten politischer Teilhabe.

Julius von Bismarck, Fuguration #5, 2009
Julius von Bismarck, Fuguration #5, 2009 Bild © Julius von Bismarck

Die meisten Menschen nutzen die Nacht zum Schlafen. Doch was passiert, wenn wir den Schlaf aussetzen und die Nacht durchwachen? Um diese Frage dreht sich die Ausstellung "Die Nacht. Alles außer Schlaf" (21. März bis 26. August) im in Frankfurt. Ob im Mondschein oder im gleißend hellen Weiß von Leuchtstoffröhren: Die Nacht zeigt alles in einem anderen Licht.

Der "Späti" als Mikrokosmos in Berlin
Beim nächtlichen Streifzug durch Berlin darf ein Besuch im "Späti" nicht fehlen. Bild © Museum für Kommunikation Berlin / Philipp Jester

Stanley Kubricks 2001: A space Odyssey (1968) ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Raffinierte Tricktechnik lieferte noch vor der ersten bemannten Mondlandung faszinierende, realistisch wirkende Bilder des Weltalls. Das in Frankfurt taucht vom 21. März bis 16. September in die Entstehungsgeschichte des Films ein. Wie entstanden Kubricks Visionen und was davon wurde Wirklichkeit?

Szene aus Kubricks 2001
Szene aus Kubricks 2001: A space Odyssey Bild © Filmmuseum Frankfurt

Als "ungewöhnliches Ausstellungsprojekt" kündigt die seine Ausstellung "O Sentimental Machine" (22. März bis 26. August) an. Der südafrikanische Künstler William Kentridge ist eingeladen, seine Werke in einen Dialog mit dem Bestand der 5.000 Jahre umfassenden Sammlung zu bringen. Zu sehen sind über 30 teils raumfüllende Arbeiten und Installationen.

William Kentridge
William Kentridge Bild © Städel Museum

Der Illustrator Einar Turkowski lässt mit dem Bleistift geheimnisvolle Phantasiewelten entstehen. Seine detailverliebten Arbeiten gleichen Suchlandschaften, auf denen es viel zu entdecken gibt. Im in Fulda ist vom 23. März bis 21. Mai die Schau "Illustrationen von Einar Turkowski" zu sehen.

Illustration von Einar Turkowski
Bild © Einar Turkowski

"Große Oper - Viel Theater?". Das in Frankfurt schaut sich Bühnenbauten aus ganz Europa an (24. März bis 13. Mai). Wie geht es weiter in Frankfurt mit seiner ungewöhnlichen Doppelanlage aus Schauspiel und Oper? Sanierung oder Neubau? Die Schau wirft einen Blick auf vergleichbare Projekte in Deutschland und ganz Europa, denn oft setzen Neubauten städtebauliche Akzente.

Oper Frankfurt
Bild © Oper Frankfurt / Foto: Rui Camilo

Das zeigt unter dem Titel "Eleganz und Poesie" (28. März bis 24. Juni) seinen Bestand an französischen Zeichnungen vom 16. bis 18. Jahrhundert. Vor zehn Jahren waren 64 der schönsten Blätter im Louvre in Paris zu sehen - erstmals werden diese Werke nun in Darmstadt gezeigt.

Büste von Landgraf Carl von Pierre Etienne Monnot
Büste von Landgraf Carl von Pierre Etienne Monnot Bild © MHK / Arno Hensmanns

"Ordnung: Nichts als Zufall" (28. März bis 1. Mai) heißt eine Sonderausstellung im mit Kunstwerken von Ingrid Hornef. In den Arbeiten scheint auf den ersten Blick ein Code zu stecken, den es zu knacken gilt. Dabei macht Hornef in Wirklichkeit die Gesetze des Zufalls sichtbar. Ergänzt wird die Schau durch Exponate zum Mitmachen, die das Mathematikum entwickelt hat.

Arbeiten von Ingrid Hornef für die Ausstellung "Ordnung - Nichts als Zufall"
Ordnung oder Zufall? Da muss doch ein Muster zu erkennen sein. Bild © Ingrid Hornef