Bei den Probegrabungen wurden vollständige Fische gefunden.
Bei den Probegrabungen wurden vollständige Fische gefunden. Bild © Dr. Jan Bohatý (Landesamt für Denkmalpflege Hessen)

Paläontologen können aufatmen: Der Grabungsstopp in der Grube Messel bei Darmstadt ist wieder aufgehoben worden. Damit dürfen Forscher künftig wieder regulär in der Unesco-Weltnaturerbestätte nach Fossilien graben.

Die Grube Messel bei Darmstadt gilt als eine der weltweit wichtigsten Fundstätten von Fossilien. Ein Jahr lang mussten Forscher darauf verzichten, dort zu graben. Nun sind wieder reguläre wissenschaftliche Grabungen möglich, wie das hessische Wissenschaftsministerium am  Donnerstag mitteilte.

Vor mehr als einem Jahr waren die Grabungen vorläufig gestoppt worden. Hintergrund für die Zwangspause waren Bedenken, dass durch die Grabungen der Status als Unesco-Weltnaturerbe gefährdet werden könnte.

Probegrabungen erfolgreich beendet

Nach Probegrabungen im Mai und Juni wurde der Stopp aber wieder aufgehoben. Die Probegrabungen seien erfolgreich abgeschlossen worden, erklärte Wissenschafts-Staatssekretär Patrick Burghardt. Dabei seien mehrere Fossilien gefunden worden, darunter Fragmente einer Fledermaus und eines Vogels sowie vollständige Fische.

Die Grube Messel gehört seit 1992 dem Land Hessen und wird von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit Sitz in Frankfurt betrieben. Zu den spektakulärsten Entdeckungen aus der Zeit vor 48 Millionen Jahren zählen der Halbaffe "Ida" und die Urpferdchen.

Sendung: hr-iNFO, 05.07.2018, 12:00 Uhr