Joggerinnen sammeln Müll auf
Joggen und Müll aufsammeln - das ist "Plogging". Bild © Jan Waldschmidt

Laufschuhe an, Mülltüte in die Hand und los: "Plogging" nennt sich ein Trend aus Schweden. Die Mischung aus Joggen und Müllsammeln kam bei ihrer Hessen-Premiere in Marburg gut an.

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Marburgs Oberbürgermeister sammelt Müll auf

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Beim Plogging kommt man ganz schön ins Schwitzen" (Jan Waldschmidt im youFM-Interview)

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Schweden mögen es praktisch. Möbel zum selber zusammenbauen - seit Jahrzehnten auch in Deutschland beliebt - oder aber: Beim Joggen den Müll aufsammeln, statt einfach an ihm vorbeizulaufen. "Plogging" nennt sich der Trend aus dem Norden, eine Kombination aus Jogging und dem schwedischen Wort "plocka" (sammeln, aufheben).

Das könnte auch in Marburg funktionieren, dachte sich Jan Waldschmidt, der den ersten Plogging-Lauf in Marburg organisiert hat. Rund 30 "Plogger" liefen am Samstag vom Georg-Gaßmann-Stadion fünf Kilometer die Lahn entlang - und am anderen Ufer wieder zurück. Etwa 100 Kilo Müll in 32 Säcken kamen nach Angaben von Waldschmidt zusammen. "Wir sind damit total zufrieden", lautete sein Fazit.

"Plogging" soll es in Marburg künftig regelmäßig geben

Statt nur mit einer Mülltüte waren die Läufer auch mit Greifzangen, Westen und Handschuhen ausgerüstet. Die Stadt Marburg hatte den ersten Plogging-Lauf mit Ausrüstung unterstützt. Auch Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) war dabei.

"Plogging"-Läufe habe es auch schon in anderen deutschen Städten wie Köln und Hamburg gegeben, berichtete Waldschmidt. Da sei es doch naheliegend, das auch mal in Marburg zu versuchen. Die Aktion am Samstag soll nicht die Letzte ihrer Art gewesen sein. Künftig will Waldschmidt die Marburger regelmäßiger zum Ploggen aufrufen. "So etwa zwei Mal im Jahr kann ich mir vorstellen", sagte Waldschmidt.