Katharina-Kasper-Haus Limburg
Im Katharina-Kasper-Haus wurden Giftstoffe gefunden, unter anderem Asbest. Bild © Mann/ Bistum Limburg

Zwei Verwaltungsgebäude des Bistums Limburg sind zum dringenden Sanierungsfall geworden. In einer Immobilie wurde Asbest und PCB gefunden. Die Instandsetzung wird Millionen kosten.

Das Bistum Limburg muss sich auf Kosten in Millionenhöhe für Sanierungsarbeiten einstellen: Beim Verwaltungsgebäude Roßmarkt 12 und dem Katharina-Kasper-Haus haben Fachleute erhebliche Mängel festgestellt, . Im Katharina-Kasper-Haus fanden die Experten Giftsoffe wie Asbest, polychlorierte Biphenyle (PCB) und Pentachlorphenol (PCP).

"Keine Gefahr für Mitarbeiter"

Für die Mitarbeiter in dem zehngeschossigen Gebäude bestehe aber kein Grund zur Sorge, sagte Diözesanbaumeister Tilmann Staudt: "Eine Gefährdung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Baumängel oder die Gefahrstoffe ist nicht zu erkennen". Die Giftstoffe seien in Bauteilen gebunden, die Asbestfasern im Wandputz.

Im Katharina-Kasper-Haus arbeiteten Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats, der St.Hildegard-Schulgesellschaft sowie des Diözesan-Caritasverbands. Man werde nun nach Alternativen zur Unterbringung der mehr als hundert Mitarbeiter suchen und in den Räumen Luftmessungen durchführen, kündigte Generalvikar Wolfgang Rösch an.

10 Millionen für Sanierung von Verwaltungsgebäude

Verwaltungsgebäude Bistum Limburg
Das Verwaltungsgebäude am Roßmarkt ist ein Sanierungsfall. Bild © Mann/ Bistum Limburg

Keine gesundheitsgefährdenden Stoffe gebe es in einem Verwaltungsgebäude des Bistums am Roßmarkt. Eine aufwendige Sanierung mit Kosten von 10 Millionen Euro sei trotzdem notwendig: Hauptprobleme seien die Hausinstallationen, die Fassade, das Dach und der Brandschutz. "Wir werden versuchen, das Gebäude für eine begrenzte Zeit des Übergangs zu rüsten“, sagte Diözesenbaumeister Staudt.

Das Dach soll saniert und eine Brandmeldeanlage modernisiert werden. So könne das Gebäude noch zwei bis drei Jahre weitergenutzt werden. Ob dann umfassend saniert wird, soll noch geprüft werden, möglich sei auch "eine andere Lösung" bis hin zum Abriss, hieß es in der Mitteilung des Bischöflichen Ordinariats.

Für 90 Mitarbeiter müsse aber auch hier eine Möglichkeit gefunden werden, Arbeitsplätze zu verlagern. Wieviel die Sanierung beider Gebäude insgesamt kosten wird, ließ das Bistum noch offen, verwies aber darauf, dass in den vergangenen Jahren Rücklagen für Baumaßnahmen gebildet worden seien.

Sendung: hr-iNFO, 15.2.2018, 18.00 Uhr