Ausstellung Steinzeitkinder
Wie wohnten die Menschen in der Steinzeit? Und wie nähten sie ihre Klamotten zusammen? Antworten gibt die Ausstellung "Steinzeitkinder". Bild © Sonja Fouraté (readitnow.info)

Mitmachen erwünscht, heißt es in einer Familienausstellung im Archäologischen Museum Frankfurt. Kinder können erkunden, wie ihre Altersgenossen in der Steinzeit gelebt haben - Überraschungen inklusive.

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Lernen in den Ferien? Igitt. Oder etwa doch? In einer Mitmachausstellung zum Beispiel? Im Archäologischen Museum Frankfurt können Kinder ab etwa vier Jahren spielerisch lernen, wie ihre Altersgenossen in der jüngeren Altsteinzeit (vor etwa 40.000 bis 12.000 Jahren) gelebt haben. heißt die Schau - und sie bringt den Kindern näher, dass es damals gar keine Ferien gab.

Action- und Spaßfaktor

Der Actionfaktor ist wahrscheinlich bei den Museumsmitarbeitern am größten, die abends die zehn Mitmachstationen aufräumen müssen. Hier ist das Anfassen und Umräumen nämlich ausdrücklich erwünscht. Das wiederum dürfte den Spaßfaktor für die Kinder in die Höhe treiben: An den Stationen können sie hautnah erleben, wie das zu Hause eines Steinzeitmenschen aussah, was er gegessen hat oder wie er zu seinen Klamotten gekommen ist. Zur Verfügung stehen dafür Plüschtiere, Playmobilmännchen oder Plastikobst.

Ausstellung Steinzeitkinder
Kindgerecht: Eine der Mitmachstationen illustriert Steinzeitgeschichte unter anderem mit Playmobilmännchen. Bild © Sonja Fouraté (readitnow.info)

Überraschend dürfte für viele Kinder sein, welche Tierarten es damals schon gab (Hühner oder Schafe noch nicht, Hunde aber schon) und was damals auf dem menschlichen Speiseplan stand (Pferdefleisch: ja, Bananen: nein, Hunde: vielleicht). Oder dass es noch keine Schulen gab und die Kinder schon arbeiten mussten. Wer will, kann sich für einen Euro ein Rätselheft zur Ausstellung zulegen und am Ende selbst das Gelernte abfragen.

Aufenthaltsdauer

Variabel. Je nachdem, wie weit sich die Kinder ins Spiel vertiefen, kann der Aufenthalt aber bis zu mehreren Stunden dauern.

Service

Von 10 bis 16 Uhr stehen jeden Tag "Steinzeit-Erklärer" in der Ausstellung bereit, die (fast) alles über die damalige Zeit wissen und die Fragen von Kindern und Erwachsenen beantworten. Führungen gibt es samstags um 14 und sonntags um 13 Uhr. Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich - bis zum 12. Oktober gibt es ein begrenztes Kontingent an kostenlosen Gruppenführungen.

Was mitzubringen ist

Ausstellung Steinzeitkinder
Faszinierend: Eine unechte Feuerstelle im Steinzeit-Zelt. Bild © Sonja Fouraté (readitnow.info)

Neugierde, Wissensdurst und Spaß am Tüfteln.

Darauf sollten Sie achten

Es gibt auch Exponate, mit denen Kinder nicht spielen sollen. Also lieber erst einmal die "Steinzeit-Erklärer" fragen.

Barrierefreiheit

Der Großteil des Hauses inklusive der Ausstellung ist barrierefrei. Entsprechende Führungen gibt es auf Anfrage.

Fazit

Ausstellung Steinzeitkinder
Infotafeln erläutern Hintergründe. Bild © Sonja Fouraté (readitnow.info)

Wie schon die Familienausstellung "Lego Zeitreise. Vergangene Welten - neu aufgebaut" dürfte auch "Steinzeitkinder" viele Besucher locken. Die gut durchdachten Mitmachstationen, allen voran die Rekonstruktion eines eiszeitlichen Wohnzeltes inklusive einer (unechten) Kochstelle, dürften Kinder faszinieren und zum Fragen und Spielen anregen. Aber auch für den erwachsenen Wissensdurst ist gesorgt: Erklärtafeln erläutern Hintergründe und geben Fakten zu Themen wie Kleidung, Steinzeitspielzeug oder Steinzeitessen.

Fakten im Überblick

Eintritt: Erwachsene zahlen 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Der Eintritt für Kinder und Jugendliche ist frei. Am letzten Samstag jeden Monats ist der Eintritt außerdem komplett frei.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr, Mittwoch: 10 - 20 Uhr, Montag geschlossen. Die Ausstellung "Steinzeitkinder" läuft vom 5. August bis 3. Dezember 2017.
Adresse: Karmelitergasse 1
60311 Frankfurt
Kontakt: 069 212-35896, Fax: 069 212-30700, [email protected]
Anmeldung zu Gruppenführungen: Telefon 069 212-39344 (dienstags bis freitags, 10 - 13 Uhr), [email protected]

Weitere Informationen

Hintergrund

Das Archäologische Museum Frankfurt hat jüngst seinen 80. Geburtstag gefeiert. Gegründet wurde es 1937 als "Museum für heimische Vor- und Frühgeschichte". Es war für die Sammlungen regionaler Altertümer und antiker Kleinkunst sowie für die Ausgrabungen im Frankfurter Stadtgebiet und in der näheren Umgebung zuständig. Seit 1989 ist es in der restaurierten und erweiterten Karmeliterkirche beheimatet. 2002 wurde es in "Archäologisches Museum Frankfurt" umbenannt.

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